Projektgebiete

Curralinho/Marajo

Curralinho liegt auf der Insel Marajo im Amazonasdelta. Von Belem aus ist die Stadt in neun Stunden mit dem Linienschiff zu erreichen. Die Insel ist in etwa so groß wie die Schweiz. Curralinho ist eine Stadt mit rund 12 000 Einwohnern. Der gesamte Kreis Curralinho hat ca. 25 000 Einwohner. In Curralinho steht das Willi Hoss Haus, das u.a. mit Mitteln von POEMA erstellt wurde. Im Haus, das die örtliche Cooperative verwaltet, finden Kurse und Versammlungen statt. Die Dörfer, in denen POEMA Wasseranlagen finanziert, sind weit weg von der Stadt. Nach Ture z.B. benötigt man mit einem Schnellboot fast 3 Stunden.
Die Region ist sehr arm. Vor allem die Gesundheitsversorgung ist in einem desolaten Zustand. Weitere Probleme in den Dörfern sind die Trinkwassersituation und fehlende Energie. Unsere Projektpartner in Curralinho sind die Stadtverwaltung und die landwirtschaftliche Cooperative.

Indianerreservat der Waiapi (Bundesland Amapa)

Das Reservat der Waiapi-Indianer mißt in etwa 120 x 70 km und liegt im Bundesstaat Amapa. Von der Hauptstadt Macapa aus ist der Hauptort des Reservats mit dem Auto in 5 bis 6 Stunden erreichbar. Die meisten Dörfer sind nur per Fuß oder mit dem Boot erreichbar. Im Reservat leben in 40 Dörfern rund 800 Waiapis. Hauptproblem ist vor allem die Gesundheitsversorgung. Unsere Projektpartner sind die Indianerorganisation APINA sowie die Nichtregierungsorganisation Iepe, die im Reservat schon seit 30 Jahren Bildungsarbeit betreibt. POEMA baut Gesundheitsposten und finanziert Kurse für indianische Krankenpfleger.

Reserva Extrativista (Sammlergebiet) bei Santarem

Das Sammler- und Naturschutzgebiet liegt zwischen dem Rio Tapajos und dem Rio Arapiuns. Beides sind Nebenflüsse, die bei Santarem in den Amazonas fließen. Das Gebiet ist ca. 90 x 70 km groß. In rund 70 Dörfern leben knapp über 20 000 Menschen. Mit dem normalen Boot benöigt man 6 bis 12 Stunden, um zu den Dörfern zu gelangen. Hauptprobleme sind die Wassersituation, fehlende Energie, Gesundheitsversorgung und Transport. Einnahmemöglichkeiten sind der Verkauf von Maniok, Gummi und versch. Früchte. Außerdem werden Taschen und Kunstgegenstände hergestellt. POEMA finanziert in der Region Wasseranlagen, verkauft Solarlampen und organisiert Solarkurse. Partner sind die Verwaltung des Gebietes (Tapajoara), die Stadt Santarem sowie die Umweltbehörde IBAMA.

ASSEEFA bei Anapu an der Transamazonica

Die Asseefa ist eine kleine Fabrik bei Anapu, in der Früchte verarbeitet werden. Die Gruppe um die Asseefa verwaltet gleichzeitig zwei Gebiete der nachhaltigen Entwicklung (PDS) in der Region Anapu. Rund 500 Familien leben in den Gebieten. Anapu war in den letzten Jahren das Zentrum des Holzraubbaus. In über 20 Sägewerken wurde Holz, das vorwiegend illegal geschlagen wurde, vearbeitet. In der Region wurden viele Brasilianer aus anderen Regionen angesiedelt. Schwester Dorothy Stang, die die Kleinbauern organisierte und die Mißstände anprangerte, wurde im Februar 2005 von bezahlten Pistoleiros ermordet. In den PDS-Gebieten haben wir Solaranlagen finanziert, sowie Kommunikationsmittel und ein Motorrad, weil die Gegend sehr abgelegen ist. Zur Stadt Anapu sind es 40 km auf sehr schlechten Sandstraßen. Die Asseefa-Mitarbeiter sind unsere Partner. Auch mit dem zuständigen Bischof der Region Erwin Kräutler sind wir regelmäßig im Kontakt.


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